Kobudo Waffenprogramm
Das Kobudo-Waffenprogramm (Okinawa Kobudo) umfasst traditionell eine Reihe von Waffen, die aus landwirtschaftlichen Werkzeugen und Alltagsgegenständen entwickelt wurden, um sich gegen bewaffnete Samurai zu verteidigen
. Das Training konzentriert sich auf Selbstverteidigung, Kata (Formen) und Partnerübungen. Wichtige Waffen im Kobudo:
- Bo (Langstock): Mit ca. 1,80 m Länge oft die erste Waffe, die im Training erlernt wird.
- Sai (Stichgabel): Eine metallene Gabelwaffe, die paarweise verwendet wird.
- Tonfa (Schlagholz): Ursprünglich der Griff eines Mühlsteins, wird heute als Schlagwaffe geführt.
- Nunchaku (Dreschflegel): Zwei durch eine Kette oder Schnur verbundene Stöcke.
- Kama (Sichel): Traditionelles Erntewerkzeug.
- Eku (Paddel): Ein klassisches Fischerpaddel.
- Tekko (Knöchelschlagring): Zum Greifen, Quetschen und Schlagen.
- Timbe & Rochin (Schild & Kurzspeer): Kombination aus Schild (oft Schildkrötenpanzer) und kurzer Lanze.
- Suruchin (Gewichtskette): Eine Waffe mit zwei Gewichten an einem Seil.
Aufbau des Trainings:
- Kihon (Grundschule): Erlernen von Grundtechniken, Stellungen und Handhabung der Waffe.
- Kata (Formen): Vorgegebene Abfolgen von Techniken gegen imaginäre Gegner.
- Kumite (Partnerübungen): Anwendung der Techniken im kontrollierten Kampf.
In vielen Dojos wird Kobudo als Ergänzung zum Karate-Training betrieben, wobei der Bo oft den Einstieg bildet, gefolgt von Sai und Tonfa. Das Training fördert Distanzgefühl, Auge-Hand-Koordination und Disziplin
